Freitag, 5. März 2010

Schlimmer als Geburtstagskloppe

Kürzlich hatte ich mal wieder Wiegenfest. Mit dem Alter (haha) hält sich die Feierlaune in Grenzen. Angemeldet bei einigen Web 2.0 Social-Websites, bekommt man natürlich ständig Mails nach dem Motto: "Herzlichen Glückwunsch, Soundso hat dir soeben eine Nachricht geschickt. Klicken Sie hier um in den Genuß der Nachricht zu kommen. Und ach ja, wenn Sie nur fünf Euro im Monat zahlen, können Sie allen ihren Bekannten halbautomatisch auf den Wecker gehen." Wär ja alles nicht so schlimm, wenn nicht die Gratulanten auf ne kurze Mail von mir auch noch Antworten würden und sich das Spiel wiederholt.

Und dann kommts richtig

Einige Unternehmen, vornehmlich aus dem Kommunikationsbereich, sehen sich gezwungen mir in E-Mails, SMS etc. als Geburtstagsgeschenk betitelten Spam zu überreichen. Die Geschenke bestehen natürlich bei genauerem Hinsehen aus Langzeitverträgen und allem was sich die Vertragsanwälte ausdenken und gerade noch den Rand der Legalität entlangscharbt.
Womit habe ich an meinem Geburtstag diese Zeitverschwendung verdient? Das schreit nach Entschädigung!

Spam-Steuer
Wie wärs mit einer Spam Steuer für solche Unternehmen, die legalerweise Spam in rauhen Mengen in den Äther werfen. Zwei Cent pro Mail wären angemessen.

Mittwoch, 27. Januar 2010

Sooo viel passiert: LFP-Business (Großformatdruck), bib

So, will mal wieder was schreiben. Mein letzter Eintrag ist ja schon recht lange her... privat läufts übrigens prima. Werd bei gegebener Gelegenheit noch was schreiben.

Was gibts Neues von der Front? Eigentlich wollte ich ja hier nicht übers Business schreiben aber was solls, so nen Bisschen...
Werde mit meinem ehem. Praktikanten Thomas Fuchs eine neue Business-Sparte aufziehen: LFP (Large Format Printing), also Großformatdruck. Website und Flyer gibt es schon (siehe Links). Den Drucker habe ich vor ein paar Monaten erstanden. Ein Mutoh Rockhopper 2 mit Solvent-Umbau, also großen Lösemittel-Behältern. UV-beständig und für den Outdoor-Bereich. Druckfeld heißt das Ganze, adäquat zu Netzfeld, meinem eigentlichen Business für Websites ohne eine eigene ;-)) Jaaah, ich weiß...

Der Drucker bedruckt bedruckt übrigens alles was sich Folie nennt. Mit Folie meine ich monumere oder polymere PVC-Folie. Der Solvent-Umbau ist ideal für Mesh-Banner, Banner, Autoverklebung, Car-Wrapping, etc. Gibts natürlich schon alles, aber diesmal liegt alles in einer Hand. Also der Designer entwickelt Logo und Design und fabriziert gleich das fertige Produkt.

Ich bin natürlich eher für den Entwurf und die Umsetzung der Motive zuständig. Thomas macht die handwerklichen Dinge. Ich bin dafür zu unbegabt.

Apropos Zeit... bin ja jetzt nicht mehr in Hameln, statt dessen am bib, in Hannover und unterreichte da wieder Design-Studenten. Diesmal zusätzlich Medienassistenten. Ich wußte gar nicht dass es diese Berufsbezeichnung gibt... Lizenz zum Brötchen schmieren... Nee, einige sind richtig gut. Ich unterrichte allerdings nur an 1 1/2 Tagen die Woche. Von daher kann man wieder einiges im Business-Bereich erwarten.

Montag, 4. Mai 2009

Mai-Wochenende

Wie früher
Das Mai-Wochenende war mal wieder richtig Ereignisreich. Ein guter Freund erinnerte mich am Donnerstag an das alljährliche Fest in meinem Heimatdorf. Wunderbar, hatte nix besseres zu tun. Die alten Vögel mal wieder treffen und mit Ihnen nen Bier zu schlürfen. Leider blieb es natürlich nicht bei einem. Ich hatte mir vorgenommen das Ganze nicht ausufern zu lassen und blieb beim Bier. Was soll ich sagen, es war wie früher! Eingeweihte wissen schon was ich damit meine.
Ich glaube die Hälfte des Dorfs wusste am nächsten Tag nicht mehr was sie gestern gemacht hatten. Ich hatte meine liebe Not die „angeheiterten“ von der Straße zu kratzen.

Das Dorf der Quell-Nymphen und Amazonen

Am nächsten morgen wurde ich von nem Kumpel bei meinen Eltern (hatte da übernachtet) abgeholt. Zusammen mit ihm und seinem Hund ging es nach Heckenbeck, einem winzigen Dorf bei bei Bad Gandersheim. Ne gute gemeinsame Bekannte hatte uns eingeladen. Sie wohnt dort zusammen mit ihren beiden Kindern und der Katze Mimi. Angekommen gab es gleich die ersten Jagdszenen.
In Heckenbeck gibt es eine alternative Gemeinde. Etwa 160 Erwachsene, die mit viel Elan und Enthusiasmus an ihrem Utopia bauen. Eine freie Schule, samt Kindergarten, ein Meditationshaus, das auch als Vereinshaus genutzt wird, einen Bio-Laden mit Gemüse von örtlichen Feldern, soweit das möglich ist und neuerdings ein aus der Gemeinschaft heraus betriebenes Café, zu dessen Einweihung wir eingeladen waren. Kuchen, Antipasti und Freibier, wobei ich mich am Anti-Alkoholischen hielt. Ich hatte nen mörderischen Schädel. Als dann noch einer der Nachbarn mit seinem Dudelsack aufspielte hob sich meine Schädeldecke und 10 Zentimeter.
Am nächsten Tag stand nen Ausflug nach Winzenburg auf dem Plan. Haben dort das örtliche germanische Heiligtum besucht und uns mit frischem Wasser versorgt (Quellheiligtum). Abends dann ein Bisschen grillen auf improvisiertem Grill und selbst gemachter Kohle.
Wenn ich aussteigen wollte, wüsste ich jetzt wohin.
Danke Uli, das nächste Mal dann wohl Party bei mir, ich hab ja genug Platz, Ha ha!

Montag, 27. April 2009

Mein Gott, brennt die Sonne schon...

Ist wahrscheinlich schon jedem passiert. Am Freitag fahre ich ausnahmsweise mit dem Auto nach Hameln zu meinem Dozentenjob. Zwei super gute alte Bekannte besuchten mich unverhofft. "Hat mich übrigens sehr gefreut, Jungs!" Auf der Rückfahrt Fenster auf, Schiebedach auf, Musik an, denke an alte Zeiten.

Irgendwann spreche ich mit mir selbst: "Mann, die Sonne hat schon Kraft, booah!" Sitze mit T-Shirt im Fahrtwind. Schließlich schaue ich zufällig auf das Armaturenbrett. Die Heizung war voll aufgedreht. Prustend fange ich an zu lachen und muss schließlich an die Seite fahren.

Ok, wenn man jetzt vor so viel Blödheit den Hut zieht, muss ich wenigstens zu meiner Verteidigung sagen, dass es heute morgen noch bitter kalt war.

Montag, 29. Dezember 2008

Halt's Maul und spiel!

Jahresabschlußkonzert der Donots in Osnabrück
In Begleitung meiner Rock am Ring-Truppe bin ich am Samstag auf dem Jahresabschlusskonzert der Donots in Osnabrück im Rosenhof gewesen. Nach der Vorgruppe deren Namen ich jetzt schon vergessen hatte kamen die Trashmoneys - geiler Sound, geile Show, gute Songs. Klingt wie The Hive, nur Instrumentaler. Ihr Video will ich euch nicht vorenthalten.





Danach die Donots. Zufälliger Weise wurden auch noch Aufnahmen für nen Video gemacht und die Truppe legte sich richtig ins Zeug. Natürlich auch wegen uns, dem Publikum. Wir (das Publikum) waren kaum zu bremsen.



Wir hatten ein neues Mitglied dabei und die Anderen hielten sich eher im Hintergund. Ich mal wieder mitten rein in den Pogo, hatte ja niemand auf den ich aufpassen durfte. Ein kleines dickes Mädchen nahm all ihren Mut zusammen und bahnte sich rabiat den Weg in den Pulk, nach 5 Sekunden hatte sie sich von irgendwo einen Ellenbogen eingefangen, taumelte und ging schließlich zu Boden. Tst, immer das Gleiche...



Gegen 0 Uhr war die Show vorbei und es ging zurück zur Unterkunft. Ich hatte einen Ohrstöpsel im Getümmel verloren und ärgerte mich noch über die kommenden zwei Tage mit Hintergrundgeräusch. Ja, ich weiß, ich bin ne Muschi aber mein Gehör ist mir zu Schade. Wir hatten mit 6 Leuten ein 8-Bett-Zimmer. Morgens war ich ein wenig genervt (Morgenmuffel). Die Jüngeren hatten bis um 3 Uhr den Flur unterhalten. Und ich sagte: "Jetzt hört mal endlich auf mit dem Kinderquatsch, ist ja nervtötend, wie auf Klassenfahrt." Ein paar Sekunden später fiel mir ein, dass die Jüngeren tatsächlich im Klassenfahrtalter sind. Hm, ich werd wohl doch langsam alt.

War auf jeden Fall nen hammergeiles Konzert. Nächstes Jahr gerne wieder.

Irgendwer fragte mich mal warum ich immer ein Stück nach Hinten gehe für meine bescheidenen Handy-Aufnahmen
  1. Um die Band noch drauf zu bekommen
  2. Damit mir im Gewusel nicht das Handy aus der Hand geschlagen wird und ich dann auch noch danach suchen muss
  3. Ganz vorne ist der Sound für die Aufnahmen noch besch... eidener

Sonntag, 14. September 2008

Punkrock Baby

Samstag den 13.09.2008, Sarstedt Open Air. Örtliches no-profit Punkrockfestival. Ich fuhr natürlich mit dem Fahrrad und kam gegen 15:00 Uhr an. Offizieller Start war 13:00 Uhr.

Carsten, wir kennen uns vom BUND, hatte mich schon vermisst. Zusammen mit seiner Frau, seiner Schwester und nem weiteren Freund waren sie schon bei Bier, Prosecco und Mineralwasser (seine Frau ist schwanger).



Die zweite Band spielte bereits: Die Traktor, richtig geiler oldschool Punkrock mit deutschen Texten. Die Ärmsten mussten schon so früh spielen dass noch keine Partystimmung aufkam. Nur langsam füllte sich der Platz.



Das Bier floss in Strömen, die Stimmung schwappt über und ich war nicht mehr zu halten. Sprang und Hüpfte vor den Boxen herum, schrie und grölte, bekleckerte mich mit Bier und Currywurst, kam also mal wieder richtig aus mir heraus.



Der Heimweg gegen 3 Uhr morgens auf dem Fahrrad war etwas abenteuerlich. Ich fluchte ständig dass mich die Autofahrer blendeten und wunderte mich, dass ich kaum was sah. Zu Hause viel mir dann auf, dass ich das Licht am Fahrrad vergessen hatte.

Gegen 9 wachte ich auf und bemerkte, dass ich mich in vollen Klamotten ins Bett gelegt und überall vergessen hatte das Licht aus zu machen. Noch immer vollstramm machte ich den Fernseher an.

10:15 Uhr, das Telefon klingelte. Trara, Kundengespräch! Völlig heiser halte ich mich wacker. Irgendwann im Lauf des Gesprächs merkte die Kundin dass ich noch besoffen war, sagte aber nix.

Danach bemerkte ich dass das Notebook noch lief. E-Mails erledige ich immer auf dem Notebook. Panisch schaute ich nach wann ich die letzte verschickte. Puuh, aufatmen, es ging keine komische Mail raus. Ich hatte einmal vollstramm ne komische SMS verschickt und fühlte mich peinlich an den Vorfall erinnert.

Auf arte lief die Verfilmung von Goethes Werther in der Neufassung von 2008, richtig klasse! Nach dem Film merkte ich sichtlich gerührt, dass ich endlich den Werther verstand. Damals in der Schule konnte ich sein Verhalten nicht nachvollziehen. Ich glaube erst wenn jemand das Glück hatte die ganz große emotionale Achterbahnfahrt selbst zu erleben kann man ihn verstehen.

Samstag, 23. August 2008

Freier beim BUND

Ich war 19!
Ok, einer aus meiner guten alten BUND-Zeit:
Ich parke meinen 3-Achser MAN-Gelände LKW rotzfrech vor dem Mannschaftsheim. Mein Beifahrer wollte sich ne Currywurst holen. Er hatte den heutigen Kantinenfraß verweigert und unweigerlich mitten im Fahrauftrag Hunger bekommen.
Mein Beifahrer läuft ins Mannheim (Abkürzung für Mannschaftsheim, es gibt vielleicht ja den einen oder anderen ungedienten Leser).
Ich steige aus dem Fahrerhäuschen und lehne mich an das Vorderrad.
Ein Vorgesetzter kommt vorbei. - "Föhl, was machen sie denn da?"
"Ich warte auf Freier."
- "Was tun Sie?"
"Ich warte auf Freier."
- "Wo sind hier Freier?!"
"Da kommt er ja!" Und zeige auf meinen Beifahrer."
- "Soldat, wie heißen Sie", blafft er meinen Beifahrer an.
"Freier, Christian Freier."
Was haben manche Menschen nur für merkwürdige Fantasien!