Sonntag, 14. September 2008

Punkrock Baby

Samstag den 13.09.2008, Sarstedt Open Air. Örtliches no-profit Punkrockfestival. Ich fuhr natürlich mit dem Fahrrad und kam gegen 15:00 Uhr an. Offizieller Start war 13:00 Uhr.

Carsten, wir kennen uns vom BUND, hatte mich schon vermisst. Zusammen mit seiner Frau, seiner Schwester und nem weiteren Freund waren sie schon bei Bier, Prosecco und Mineralwasser (seine Frau ist schwanger).



Die zweite Band spielte bereits: Die Traktor, richtig geiler oldschool Punkrock mit deutschen Texten. Die Ärmsten mussten schon so früh spielen dass noch keine Partystimmung aufkam. Nur langsam füllte sich der Platz.



Das Bier floss in Strömen, die Stimmung schwappt über und ich war nicht mehr zu halten. Sprang und Hüpfte vor den Boxen herum, schrie und grölte, bekleckerte mich mit Bier und Currywurst, kam also mal wieder richtig aus mir heraus.



Der Heimweg gegen 3 Uhr morgens auf dem Fahrrad war etwas abenteuerlich. Ich fluchte ständig dass mich die Autofahrer blendeten und wunderte mich, dass ich kaum was sah. Zu Hause viel mir dann auf, dass ich das Licht am Fahrrad vergessen hatte.

Gegen 9 wachte ich auf und bemerkte, dass ich mich in vollen Klamotten ins Bett gelegt und überall vergessen hatte das Licht aus zu machen. Noch immer vollstramm machte ich den Fernseher an.

10:15 Uhr, das Telefon klingelte. Trara, Kundengespräch! Völlig heiser halte ich mich wacker. Irgendwann im Lauf des Gesprächs merkte die Kundin dass ich noch besoffen war, sagte aber nix.

Danach bemerkte ich dass das Notebook noch lief. E-Mails erledige ich immer auf dem Notebook. Panisch schaute ich nach wann ich die letzte verschickte. Puuh, aufatmen, es ging keine komische Mail raus. Ich hatte einmal vollstramm ne komische SMS verschickt und fühlte mich peinlich an den Vorfall erinnert.

Auf arte lief die Verfilmung von Goethes Werther in der Neufassung von 2008, richtig klasse! Nach dem Film merkte ich sichtlich gerührt, dass ich endlich den Werther verstand. Damals in der Schule konnte ich sein Verhalten nicht nachvollziehen. Ich glaube erst wenn jemand das Glück hatte die ganz große emotionale Achterbahnfahrt selbst zu erleben kann man ihn verstehen.

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